Halong-Bucht, Sturmwarnung - und was Führung in so einem Moment bedeutet

Brigitte Huppertz
12.5.2026

Es Bilder, die man nie vergisst.

Der Moment in der Halong-Bucht - die Silhouetten der Felsformationen. Das Wasser. Das Brausen. Den Moment, wo man das Hausboot betritt und dann erfährt, es geht sofort wieder zurück - Sturmwarnung.

Wir fuhren zu dem gebuchten gefahren - dreißig Geschäftsleute, ein Programm, seit Monaten geplant. Mit Musik und fröhlicher Begrüßung gingen wir an Bord. Und dann kam die Nachricht: Sturmwarnung. Wir müssen sofort wieder runter. Es ist zu gefährlich.

Alle wieder mit dem ganzen Gepäck zurück zum Hafen - und keinen Plan B in der Tasche.

Gerhardt Leypoldt - ein Deutscher, der vor 20 Jahren nach Vietnam ausgewandert ist und dort zu einem der bemerkenswertesten Geschäftsmännder geworden ist, den ich kenne - hat in diesem Moment etwas getan, das ich nicht vergessen werden.

Er hat seine Beziehungen spielen lassen. Nicht laut, nicht aufwendig. Ein paarTelefonate, ein paar Stunden - und plötzlich war alles organisiert. Ein Bus, der uns zu einem Luxushotel direkt am Wasser brachte. Mehrere PickUps, die unser Gepäck transportierten. Ein Hotel, das für uns alle - mit Crew ca. 40 Menschen - Platz und einen Seminarraum frei hatte. Eigentlich eine Unmöglichkeit.

So durften wir eineinhalb Tage dieses wunderschöne Ambiente genießen, Schwimmen, Entspannen, Input bekommen und abends die in Vietnam obligatorische Karaoke mitmachen.

Am nächsten Tag ging es ab späten Vormittag wieder Richtung Hafen, die Sturmwarnung war vorbei. Wir bekamen die Genehmigung mit dem Schiff in die Halong-Bucht zu fahren.

Für mich hat mein Thema, über das ich in Vietnam gesprochen habe: Ein unbedachtes Wort - und plötzlich ist die Stimmung explusiv! eine ganz neue Wichtigkeit bekommen. Denn die eine Frage: Wie wirke ich als Führungskraft - wenn z.B. meine Alltagssorgen ständiger Begleiter sind? bekam eine neue Sichtweise. Was strahle ich aus - wenn mein Plan nicht mehr funktioniert. Wenn die Sturmwarnung kommt.

Gerhard Leypoldt hat nicht viel gesagt, er hat gehandelt. Ruhig, präzise, ohne Drama. Das Ergebnis war Vertrauen, weil sein Handeln für ihn gesprochen hat. Das ist Wirkung. Keine, die man planen kann, sondern die entsteht, wenn jemand wirklich präsent ist.

Jochen Schweitzer hatdort seine Lebensgeschichte erzählt - ein weiteres absolutes Highlight. Nicht um zu beeindrucken, sondern um zu zeigen: Auch bei ihm hat die Geschichte mitentschieden, was aus ihm geworden ist. Nicht trotz der schwierigen Momente, sondern wegen ihnen.

Das kenne ich ebenso. Und das kennen die Führungspersönlichkeiten, mit denen ich arbeite.

Mein Fazit aus dieser Woche:

Führung zeigt sich nicht in dem, was man sagt. Sie zeigt sich in dem, was bleibt - wenn der Plan wegfällt.

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